Wandern auf Madeira – Halbinsel Ponta de São Lourenço

Die Tour im Osten Madeiras ist das absolute Kontrastprogramm zu den Levada- und Bergwanderungen der Insel. Wandern auf…

Die Tour im Osten Madeiras ist das absolute Kontrastprogramm zu den Levada- und Bergwanderungen der Insel. Wandern auf Madeira auf der Halbinsel Ponta de São Lourenço ist so gesehen bei deinem Madeira Urlaub ein einzigartiges Erlebnis. Den wesentlichen Unterschied macht die Vegetation, diese entspricht nicht der immergrünen, dauerblühenden Madeira-Kulisse, sondern ist karg, kahl und ähnelt eher einer Wüste. Schon beim Landeanflug sieht man die Halbinsel ins Meer ragen und und man fragt sich, ob das tatsächlich Madeira die Blumeninsel ist.  Zum Schutz der einzigartigen Vegetation wurde sie 1982 zum Naturreservat erklärt.

Wandern auf Madeira zwischen Felsen und Küste

Wir parken bei Baia d‘ Abra unseren Mietwagen und werden von stürmischen Winden und dramatischen Wolken begrüßt.

Obwohl die Tour sehr frequentiert ist, empfinden wir es nicht als voll. Die ersten Meter führen uns bergab über eine Holztreppe und wir sehen am Inselzipfel das runde Loch im Felsen. Der Wind lässt nach und wir merken die Kraft der Sonne trotz leicht überzogenem Himmel. Bäume wachsen nicht auf der Halbinsel, das Gras ist von der Sonne ausgetrocknet, nur ein paar lila Disteln und Sukkulenten entdecken wir.

Die Landschaft ist zwar karg, aber alles andere als langweilig. Wir bleiben sehr oft stehen, um die fantastischen Ausblicke über die Weite des Meeres zu betrachten. Es ist die bizarr geformte Küstenlandschaft, die tiefblaue Farbe des Wassers, die schroffen, rotbraunen Felsen, die vom Meer umspült werden und die Einsamkeit. 

Wie bei allen Wanderungen auf Madeira gibt es mehrere Aussichtspunkte entlang des Weges, an welchen wir Fotostopps einlegen.

An manchen Stellen kommt der kräftige Wind zurück und fegt uns die rotbraune Erde an den Körper. Die kleine Badebucht Cais do Sardinha mit Kieselstrand betrachten wir nur aus der Ferne, obwohl wir trotz Wind schwitzen und eine Abkühlung im Atlantik Abhilfe schaffen könnte.

Panoramablick am Morro do Furado

Wir begeben uns direkt zum Casa do Sardinha, einem Haus der Naturschutzverwaltung. Wer möchte kann dort im Besucherzentrum an einer kleinen Führung teilnehmen. Wir erfrischen wir uns vor dem Haus mit den Dattelpalmen auf den Picknickbänken mit unsren mitgebrachten Getränken und einem kleinen Snack. Gut gestärkt packen wir das letzte, doch sehr steile Stück bis zum Morro do Furado an. Der Weg ist zwar gesichert, teilweise hat sich jedoch bereits die Sicherung mit dem Seil gelöst, schwindelfrei solltest du auch einigermaßen sein. Die letzten Meter sind anstrengend, obwohl der höchste Punkt nur auf 160 Metern Höhe liegt. Auf dem kleinen Gipfel angekommen, wischen wir uns den Schweiß von der Stirn und  staunen. Wir werden mit einem gigantischen Panoramablick auf den Atlantik, Madeira und den vorgelagerten Inseln Ilhéu do Farol und Desertas belohnt.

Nach einem ausgiebigen Fotostopp packen wir den Rückweg an und gönnen uns nach der Ankunft am Parkplatz beim Snack Wagen ein kühles Coral Bier!

In Reiseführern wird der Weg oft als Rundweg beschrieben, der größte Teil der Strecke ist jedoch derselbe Hin-und Rückweg. Lediglich beim Casa do Sardinha kannst du dich entscheiden, ob du rechts oder links entlang wandern möchtest.

Nützliche Infos für deine Wanderung auf der Halbinsel ponta de Sào Lourenço

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Anspruch: leicht

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Dauer: 3 Stunden

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Einpacken: Sonnencreme, Getränke, Snacks

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Anfahrt: über Canical Richtung Ponta da Sao Lourenco, vorbei am Strand Prainha

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Parkplätze: Gute Parkmöglichkeiten

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