Urlaub im Oman – Muscat & Salalah ein Märchen aus 1001 Nacht

Ich erinnere mich an die vielen Fragezeichen von Familie und Bekannten, als wir über unsere Oman Urlaubspläne plauderten.…

Ich erinnere mich an die vielen Fragezeichen von Familie und Bekannten, als wir über unsere Oman Urlaubspläne plauderten. Eine Reise in den Oman – ein Märchen aus 1001 Nacht! Wüsten, Berge, Strände, Wadis, tolles Klima, hervorragendes Essen und ausgezeichnete Hotels. Stattdessen hörten wir mehrfach Kommentare wie “Wo liegt denn der Oman genau?”, “Ist es im Oman nicht gefährlich?” oder “Oman? Ist das ein Land?”. Vielleicht stellst du dir ähnliche Fragen, deswegen folgt in dieser Einleitung ein kurzer Überblick der wichtigsten Fakten zu einem Urlaub im Oman.

1. Fakten über den Oman

1.1 Geografie

1.2 Beste Reisezeit Oman

1.3 Währung und Zahlungsmittel

1.4 Essen und Trinken

1.5 Einreise in den Oman

1.6 Verkehrsmittel im Oman

1.7 Sicherheit im Oman

2. Muskat – Tipps und Sehenswürdigkeiten

2.1 Sultan Quabos Moschee

2.2 Qasr Al Alam Palast

2.3 Mutrah Corniche

2.4 Mutrah Fort

2.5 Mutrah Souq

2.6 Riyam Park und Riyam Monument

2.7 Alte Passstraße

2.8 Royal Opera House

3. Hotelempfehlung Muscat

4. Oman Strandurlaub

4.1 Facettenreicher Osten Salalahs

4.1.1 Ayn Razat

4.1.2 Taqa Beach

4.1.3 Taqua Castle

4.1.4 Kohr Rori – Sumhuram

4.1.5 Wadi Darbat

4.2 Empty Quarter

4.2.1 Lost City of Ubar

4.2.2 Empty Quarter mit Speed durch die Wüste

4.2.3 Wadi Dawkah

5. Hotelempfehlung Al Baleed Resort Salalah

1. Fakten über den Oman

1.1 Geografie Oman

Der Oman ist ein Land im mittleren Osten und grenzt an Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Jemen. Umgeben ist das Land von rund 1700 km Küste mit wirklich menschenleeren Stränden.  Muscat (deutsch: Maskat) ist die Hauptstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, einsamen Buchten und wunderschönen Hotels. Im Norden findest du das imposante, schroffe Hajar-Gebirge mit bis 3000 m hohen Bergen, die Wahiba-Wüste, sowie einige der schönsten Wadis des Landes.  Die 1000 km zwischen Muscat und der zweiten beliebten Urlaubsregion Dhofar im Süden besteht hauptsächlich aus Wüste – vermutlich wirst du diese Region nicht besuchen.  Dhofar ist bekannt für seine Weihrauchbäume und wird deswegen als Weihrauchland bezeichnet. Die Hauptstadt Dhofars ist Salalah, sie liegt am traumhaften indischen Ozean und aufgrund endloser, weißer Strände und Palmen wird sie gerne als Karibik des Orients beworben.

1.2 Beste Reisezeit und Klima Oman

Für Europäer sind besonders die Monate zwischen Oktober und März zu empfehlen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 25° Grad bis 30° tagsüber, nachts kühlt es auf 20° bis 22° Grad im Schnitt ab. Im Gebirge ist es immer etwas kühler. Die Dhofar Region mit Salalah unterscheidet sich klimatisch vom Rest des Landes. Während es im Sommer im Norden und Landesinneren bis 50° heiß werden kann, bleibt es im Süden ganzjährig um die 30° Grad. Allerdings trübt der alljährliche Monsun die Badezeit, die sogenannte Kareef Season bringt in den Sommermonaten Feuchte und Regen.  Es schüttet zwar nicht wie aus Eimern, aber der Himmel ist meist grau mit Dauer-Nebel und Sprühregen. Viele Araber bereisen in diesen Monaten das Land, weil es in den restlichen arabischen Gegenden brüllend heiß wird. Außerdem verwandelt sich das Wadi Darbat bei Monsun in eine wunderschöne, grüne Oase.

1.3 Währung und Zahlungsmittel

Die Währung im Oman ist der omanische Rial, dabei entspricht ein Rial etwa 2,40 EUR. Wechseln kannst du am Flughafen oder in den Hotels. Akzeptiert werden in der Regel alle gängigen Kreditkarten, in unserem zweiten Hotel in Salalah funktionierten allerdings am ATM keine Mastercards.

1.4 Essen und Trinken

Kulinarisch ist der Oman  definitiv eine Reise wert. Aufgrund der verschiedensten Einwanderer, Gastarbeiter und früherer Kolonien findest du auf den Tellern unter anderem indische, pakistanische, als auch afrikanische Einflüsse. Wesentlicher Bestandteil der raffinierten Speisen sind aromatische Gewürze wie Kardamom, Nelken oder Safran. Als Nachspeise oder kleinen Snack zwischendurch werden fast überall Datteln gereicht. Traditionell sitzen die Omanis beim Essen auf dem Boden und teilen ihre Speisen. Der Oman ist ein muslimisches Land, deswegen ist Alkohol in der Öffentlichkeit verboten. In den lizenzierten Hotels wird an Touristen Alkohol ausgeschenkt, die Preise dafür ähneln denen in Dubai. Für ein Bier musst du umgerechnet ca. sechs bis zehn Euro bezahlen. Günstiger erhältlich sind Bier oder Wein in den Duty-Free-Shops am Flughafen, öffentliches Trinken ist trotzdem untersagt. Während des Ramadan kann es vorkommen, dass in den Hotels nur beschränkt Alkohol ausgeschenkt wird.

1.5 Einreise in den Oman

Für eine Reise in den Oman benötigst du neben einem gültigen Reisepass ein Visum, welches du online bei der Royal Oman Police beantragen musst. Eine gute Anleitung für das Ausfüllen des Formulars findest du auf Sven’s Blog.  Die Anreise mit Flugzeug dauert je nach Verbindung, Ort und Fluggesellschaft zwischen sechs und siebeneinhalb Stunden. Nach Muscat kannst du mit Oman Air in den Wintermonaten non-stop von München und Frankfurt fliegen. Für alle anderen Fluggesellschaften ist ein Umstieg in Dubai, Abu Dhabi, Qatar oder Istanbul notwendig.  Wenn du einen Strandurlaub in Salalah planst, musst du immer umsteigen.

1.6 Verkehrsmittel im Oman

Innerhalb des Landes würde ich dir entweder zu einem Mietwagen oder für Ausflüge zu Taxifahrern raten. Unterscheiden musst du zwischen reinen Fahrern und Guides. Wenn du mehr über das Land erfahren möchtest, ist ein Guide die bessere Wahl. Für einen Besuch in der Wüste benötigst du einen ortskundigen Fahrer, es wird aus Sicherheitsgründen empfohlen mindestens mit zwei Autos zu fahren oder du buchst direkt eine Gruppentour. Für Sightseeing in Muscat kannst du alternativ den Hop-on-Hop-off Bus nutzen. Wir waren entweder mit Taxi oder Guide unterwegs.

1.7 Sicherheit im Oman

Wir fühlten uns im Oman sehr wohl und auch sicher. Die Omanis sprechen überwiegend gutes Englisch und wir durften sie als respektvolle, hilfsbereite und freundliche Menschen kennen lernen. Unterwegs wirst du meistens auf Männer treffen, ich hätte mich aber auch ohne meinen Mann nicht unwohl gefühlt. Der Oman gilt als das sicherste Reiseziel im mittleren Osten. Raubüberfälle und Gewaltkriminalität sind laut Auswärtigem Amt eher selten. In Touristenorten solltest du wie überall auf der Welt auf deine Wertsachen achten. Es wird geraten, das Grenzgebiet zu Jemen zu meiden. Alle ausführlichen Informationen zur Einreise, Gesundheit und Sicherheit findest du auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

2. Muskat – Tipps und Sehenswürdigkeiten

Nur für Muscat planst du am besten ein bis zwei Tage ein. Wenn du weitere Ausflüge ins Hajar-Gebirge, Wüste oder Wadis unternehmen möchtest, sind vier bis fünf Tage ideal.

In Muscat findest du keine Hochhäuser wie in Dubai oder Abu Dhabi. Modern, traditionell und picobello sauber. Wir waren mit einem privaten Taxifahrer unterwegs, so konnten wir selbst bestimmen was wir ansehen möchten und vor allem wie lange.

Was du dir unbedingt in Maskat anschauen solltest, habe ich in diesem Beitrag für dich zusammengefasst:

2.1 Sultan Quabos Moschee

Die wunderschöne Moschee ist das Must-See in Muscat. Sie wurde 2001 errichtet, es ist die drittgrößte Moschee der Welt. Die beeindruckende Architektur aus Sandstein kombiniert mit einem acht Meter hohen Kronleuchter, sowie einem riesigen handgeknüpften Teppich solltest du dir keinesfalls entgehen lassen. Für Nicht-Muslime ist der Besuch jeden Vormittag außer freitags bis 11:00h möglich. Frauen müssen Kopf, sowie Arme und Beine bis zu den Knöcheln bedecken. Als Mann bist du mit T-Shirt und langer Hosen  ausreichend gekleidet. Am besten planst du deinen Besuch möglichst früh ein. Maskat wird mittlerweile von vielen Kreuzfahrtschiffen angesteuert, ab 10.00Uhr kann es sehr voll werden.

2.2 Qasr Al Alam Palast

Den Palast mit seiner außergewöhnlichen, indischen Architektur befindet sich im Regierungsviertel von Maskat. Besichtigen kannst du ihn allerdings nur von außen. Er wurde 1974 erbaut und war der Palast des Sultans Quabos Ibn Said.  Eingerahmt wird der Palast durch die beiden Festungen Mirani und Jalai. Nur wenige Tage nach unserem Besuch verstarb leider der beliebte Sultan, Nachfolger ist sein Cousin Haitham Ibn Tariq.

2.3 Mutrah Corniche

Die wunderschöne kleine Flaniermeile entlang des Meeres verbindet die beiden Stadtteile Muscat und Mutrah. Menschenmengen musst du nicht befürchten, es ist wirklich sehr entspannt.  Beeindruckend fand ich die weißen Häuser im ursprünglichen, arabischen Stil neben der Hafenfront und dem Meer. In dem Viertel befindet sich auch ein Fisch-und Gemüsemarkt, am späten Nachmittag waren die Märkte bereits geschlossen, dafür das Licht der bald untergehenden Sonne umso schöner.

2.4 Mutrah Fort

Die alte Festung wurde 1580 von den Portugiesen erbaut, wir besuchten sie kurz vor Sonnenuntergang, der Eintritt war zumindest zu jener Uhrzeit kostenlos. Oben angelangt, hast du einen grandiosen Blick über Muscat und über die türkis-blaue Bucht von Mutrah. Aufgrund der riesigen, ankernden Containerschiffe versprüht es einen Hauch Hamburg-Feeling.

2.5 Mutrah Souq

Nur einen kurzen Spaziergang vom Mutrah Fort findest du den Souq von Mutrah mit seinen verwinkelten Gassen. Ich muss ehrlich zugeben, ich war irgendwie überfordert mit der riesigen Anzahl an Händlern und Gerüchen, denn irgendwie ähnelten sich die Läden mit den angebotenen Waren doch sehr. Trotzdem ist es eine gute Möglichkeit Souvenirs zu erwerben. Neben Weihrauch, Parfüm und Tüchern findest du auch Gewürze oder Silberschmuck. Angesprochen wurden wir häufig, aber nie aufdringlich. Am Anfang und Ende des Souqs gibt es kleine indische Fast-Food-Läden, hier bekommst du für wenig Geld richtig leckere Samosas.

2.6 Riyam Park und Riyam Monument

Der Riyam Park liegt am Ende der Corniche im Stadtteil Riyam. Das eigentliche Highlight ist der überdimensional große Weihrauch-Brenner, der zu Gedenken des 20. Nationalfeiertags erbaut wurde. Bestaunen kannst du ihn nur aus der Entfernung, der Zugang zu dem Monument ist gesperrt. Im Riyam Park befindet sich außerdem eine kleine Kirmes für Kinder, die bei unserem Besuch jedoch geschlossen war. Ich fand die Szenerie irgendwie skurril, der schöne, grüne Park mit den kitschigen Fahrgeschäften der Kirmes und dann noch ein Wahnsinns-Weihrauchgefäß. Ein paar Einheimische saßen im Park zum Picknick, ansonsten war es sehr leer. Wir nutzten die Gelegenheit ebenfalls für eine kleine Pause der Stadtbesichtigung.

2.7 Alte Passstraße

Oberhalb des Riyam Park führt die alte Passstraße vorbei, sie war die ursprüngliche Hauptstraße nach Mutrah. Hier solltest einen kurzen Foto-Stopp einlegen, denn es erhebt sich ein fantastischer Blick über Old Muscat und schroffen Berge.

2.8 Royal Opera House

Im Stadtteil Shat-Al-Qurm befindet sich seit 2011 die wunderschöne Oper von Muscat. Zugegebenermaßen sind wir keine Opern-Fans, aber der 80 Hektar große, opulente Bau ist in jedem Fall einen Fotostopp wert. Fünf Jahre dauerte der Bau durch das Architektenbüro Wimberly Allison Tong and Goo, der Name Royal Opera House wurde in Anlehnung an das Londoner Royal Opera House vergeben. Auch wenn du keine Aufführung besuchen möchtest, du kannst tagsüber an geführten Touren teilnehmen, um den Innenausbau zu besichtigen. Aber auch von außen ist das moderne Opernhaus ein Highlight.

3. Hotelempfehlung Muscat – Grand Hyatt

Der Oman ist kein typisches Backpacker-Ziel, es war eine unserer teuersten Reisen. In Muscat und Salalah findest du vor allem ausgezeichnete Vier-und Fünfsternehotels, die Preise variieren je nach Kategorie, Ausstattung, Lage und Verpflegung erheblich. Im Landesinneren gibt es sehr wenige Unterkünfte und Hotels.

Wenn du in der Wüste übernachten möchtest, hast du die Wahl von einfachen Camps bis hin zu Luxus-Camps. In Muscat gibt es zahlreiche Luxus- und Mittelklassehotels.

In Muskat entschieden wir uns aufgrund einer persönlichen Empfehlung für das Grand Hyatt.

Das orientalisch-pompöse 5-Sterne Hotel mit Pool liegt direkt am Strand, unweit des Zentrums.

Am puderweichen Strand kannst du stundenlang spazieren gehen, tagsüber ist er menschenleer. Erst gegen 16.30 Uhr wird es voll, der Strand verwandelt sich in ein überdimensional großes Fußballfeld, wenn dutzende männliche Einwohner gegeneinander kicken. Und die untergehende Sonne taucht die Landschaft in eine pastellfarbene Szenerie.

Der Aufpreis zum Superior Zimmer lohnt auf jeden Fall, wenn du Geld für Essen und/oder (alkoholische) Getränke sparen möchtest. Speisen und Getränke in den Hotels sind wesentlich teurer, als du es in Deutschland kennst. In Laufdistanz vom Grand Hyatt gibt es nur eine French Bakery, die Preise sind hier etwas günstiger aber weniger Auswahl.

Wir waren über Silvester dort und wir würden es jederzeit wieder buchen.

4. Oman Strandurlaub in Salalah – meine Tipps für deine Reise in die Karibik des Orients

Ich sitze auf meiner Strandliege und beobachte die Wellen des indischen Ozeans, die sich sanft an den weißen Sandstrand rollen. Delfine springen aus dem Wasser und die Sonne glitzert an der Meeresoberfläche. Es klingt so unglaublich kitschig, aber es ist wahr! Das ist sie also, die Karibik des Orients und ich bin mittendrin und live dabei! Kilometerlanger weißer Strand, Palmen, türkisfarbenes Meer und das ganz ohne Touristenströme.

Nach einem wundervollen Silvesterfest sind wir Anfang Januar in den Süden des Omans weitergereist. Und außer Strand, Palmen und Sand gibt es so einige andere Schätze zu entdecken.

Eine Woche verbrachten wir in Salalah, was du dort erleben kannst erfährst du in meinen Tipps

4.1 Facettenreicher Osten Salalahs – Natur, Kultur und Strände

Wir waren mit einem lokalen Tourguide unterwegs. Mohammed sprach sehr gutes Englisch, er klärte über Land und Leute auf und hatte auch einen richtig guten Humor. Ich muss sagen, dass ich mittlerweile wieder gerne Guides nehme. Die Locals wissen einfach viel mehr über ihr eigenes Land und man unterstützt sie finanziell. Die Tour dauert je nach Länge der Stopps in etwa vier bis fünf Stunden und ist sehr abwechslungsreich und führt von Salalah nach Taqa bis zum Wadi Darbat und zurück. Optional kannst du auch noch bis Mirbat fahren.

4.1.1 Ayn Razat

Auf unserem Weg von Salalah nach Taqa stoppen wir in Ayn Razat. Die glasklare Quelle gräbt sich ihren Weg durch das sandfarbene Gestein der Berge. In ihrem Strom treiben bunte kleine Fische. Ein paar Meter weiter entdecken wir eine Art Höhle. Die Einheimischen kommen gerne zum Picknicken nach Ayn Razat. Es ist eine kleine grüne Oase, wegen der Wasserquelle gedeihen hier ungewöhnlich viele Bäume, die wiederum viele Vögel anlocken. Entlang Ayn Razat lohnt ein kleiner Spaziergang, baden solltest du wegen Bilharziose nicht in dem Wasser.

4.1.2 Taqa Beach

Das Besondere an den Stränden im Oman ist die Weitläufigkeit, nahezu unverbaut und ohne Menschenmassen. Ich liebe Strandspaziergänge und Taqa Beach ist ein Eldorado zum einsamen Flanieren. Der Sand ist hell und weich wie Weizenmehl. Ich habe die ganze positive Energie des Ozeans in mich aufgesaugt. Sonne, Wind, Salzluft! Am Ende des Strands gibt es eine Klippe, die du dir nicht entgehen lassen solltest. Unser Guide packt für uns Mandarinen, Bananen und Datteln aus und lässt uns von omanischem Kaffee probieren, der traditionell mit Kardamom gesüßt ist. Und während wir auf die Bucht blicken, passiert es schon wieder. Delfine springen aus dem Wasser. Ich habe leider keine Fotos, weil ich schlichtweg nicht damit gerechnet habe. Delfintouren kannst du dir im Oman wirklich sparen. Du wirst sie sehr wahrscheinlich bei einem normalen Strandbesuch sehen.

4.1.3 Taqa Castle

Die Hauptattraktion in Taqa ist die Burg, in der früher das Oberhaupt der Region, der sogenannte “Wali” lebte. Die Festung sollte ihn vor Eindringlingen schützen. Heute ist es ein kleines, detailreich eingerichtetes Museum und gewährt einen Einblick in vergangene Zeiten. Den höchsten Punkt der Burg erreicht man nur über eine abenteuerliche Holzleiter.

4.1.4 Kohr Rori – Sumhuram

Die ehemalige Hafenstadt Kohr Rori, auch Sumhuram genannt, hat mich wegen ihrer Lage überrascht. Die Ruinen sind auf einem Hügel und nicht wie erwartet direkt an der Meeresmündung und dem Zusammenfluss des Wadi Darbat angesiedelt. Die Ausgrabungsstätte gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und war ein Teil der ältesten Weihrauchstraße. Vor Angriffen und Invasionen sollte der kostbare Weihrauch durch die drei Meter hohen Mauern beschützt werden. Von Kohr Rori wurde die Handelsware bis nach Indien und ins römische Reich transportiert. Auf dem Gelände befindet sich ein kleines Museum, hier kannst du dir einen kurzen Dokumentarfilm über Land of Frankincense anschauen.

4.1.5 Wadi Darbat

Mein persönliches Highlight während der Tour durch den Osten Salalahs ist das Wadi Darbat. Kurz nach Kohr Rori sehen wir eine beeindruckende Steilwand mit einem langen, dünnen aber kräftigen Wasserfall. Mohammed zeigt uns ein Video der gewaltigen Wassermassen während der Monsunzeit. Das Wasser wird vom Flussbett gespeist und fließt über Kaskaden ins Tal. Wir biegen mit dem PKW ins Wadi ein – überall laufen Ziegen und Kamele frei herum. Die Ziegen sind wild –  ohne Besitzer, nur die Kamele sind Kamelhirten zugehörig. Ab und zu sehen wir einzelne kleine Häuser, die den Jebels gehören. Wir stoppen in einer wunderschönen grünen Oase mit kleinen Wasserfällen die im unwirklich, türkisen Flussbett enden. Zeit für ein zweites Früchte Picknick – wir genießen die Farben der Natur, die Sonne und die Stille.

4.2 Empty Quarter – Wüstenabenteuer mit dem Jeep über Ubar und Wadi Dhawka

Die größte zusammenhängende Sandwüste der Erde – Rub al Khali auch Empty Quarter genannt. Die Wüste hat mich schon immer fasziniert, es ist einfach mehr als nur jede Menge Sand. Die Atmosphäre, das Licht, die Weite und die Stille. Während ich normalerweise mit viel Bewegung wie Laufen oder neuerdings Yoga den Kopf frei bekomme, ist meine Gedankenspirale in der Wüste wie weggeblasen – nur vom Nichts tun und nur Beobachten.

4.2.1 Lost City of Ubar

Wir fahren mit einer Vierer-Kolonne Richtung Ubar – das Atlantis der Wüste. Ubar, auch unter dem Namen Shisr bekannt, war ein wichtiges Handelszentrum für Weihrauch in der Antike und brachte der legendären Stadt Reichtum. Die Ruinen sind alles andere als spektakulär, nur wenige archäologische Fundstücke und einen riesigen Krater, der vermutlich auf ein Erdbeben zurück zu führen ist,  kannst du hier entdecken. Es ist eher der Fakt, dass die verschollene Stadt, welche im Koran erwähnt sein soll, erst 1992 von Ranulph Fiennes wieder entdeckt wurde, obwohl seit den 30er Jahren danach geforscht wurde. Die Ausgrabungsstätte gehört ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe.

Während wir die Ruinen in der gleisenden Sonne besichtigen, wird bei den Autoreifen der Jeeps Luft abgelassen. Die dadurch vergrößerte Auflagefläche sorgt dafür, sicher durch die Dünen der Wüste zu fahren.

4.2.2 Empty Quarter mit Speed durch die Wüste

Eigentlich brauche ich keine rasanten Geschwindigkeiten, vor allem im Urlaub entdecke ich die fremde Umgebung gerne etwas langsamer.  Aber der Drive macht wirklich Spaß. Und nach wenigen Minuten begreife ich auch, warum es keine gute Idee ist, allein durch die Wüste zu fahren. Egal in welche Richtung ich meinen Blick wende, alles sieht gleich aus. Noch fahren wir auf flachem, gefühlt harten Sand. Es erinnert mich an gewalzte Schneebahnen bei uns im tiefsten Winter. Und dann erreichen wir das Meer der Sanddünen, jede sieht vom Wind geformt anders aus und doch gleich. Nachdem wir mit unserem Jeep stehen bleiben, ziehe ich meine Sandalen aus und wandere über die Dünen. Die Kamera gebe ich in die Hände meines Mannes – ich bin in der Wüste, ich möchte sie erleben – echt und nicht durch die Linse. Seltene Momente, fernab jeglicher Zivilisation.

4.2.3 Wadi Dawkah 

Zurück stoppen wir in den Höhenlagen im Wadi Dawkah. Hier soll es den besten Weihrauch der Welt geben. Nur zweimal pro Jahr kann das Harz der knorrigen Bäume geerntet werde. Um an den kostbaren Stoff zu gelangen, wird die Rinde aufgeritzt und von den Beduinen ein paar Tage später gesammelt.

5. Hotelempfehlung Al Baleed Resort by Anantara – ein traumhaftes Refugium im Oman

Für mich stand bereits am Anfang der Reiseplanung fest, in welchem Hotel wir in Salalah übernachten werden. Im Al Baleed Resort by Anantara – es sucht seinesgleichen im Oman. Private Poolvillen umgeben von Kokospalmen und Bananenplantagen. Die Luxuskette ist bekannt für außergewöhnliche Hotelkonzepte und bereits Monate vor der Reise stolperte ich über einen Artikel in einer Zeitschrift. Am liebsten hätte ich sofort gebucht und die Koffer gepackt.
Um das Reisebudget nicht völlig überzustrapazieren, entschied ich mich für ein weitaus günstigeres „normales“ Zimmer mit Gartenblick. Wir hatten Glück und wurden upgegradet in eine Poolvilla. Sieben Nächte in einer Paradiesunterkunft!

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Neben der Traumlage direkt am Strand von Salalah und einem gigantisch großen Infinity Pool findest du im Hotel ausgezeichnete Restaurants. Das “Mekong” wurde zum besten asiatischen Restaurant im Orient gekürt. Praktischerweise werden in Anantara Hotels die eigens entwickelten Kochkurse „Spice Spoons“ angeboten. Wegen der asiatischen Herkunft sind sie in erster Linie auf die landestypische Küche spezialisiert. Ich habe bereits in der Vergangenheit auf Reisen an Thai-Kochkursen teilgenommen und so fiel die Wahl diesmal auf ein Orientmenü.

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Neben Kochen bietet das Hotel auch ein umfangreiches Angebot an Sport und Wellness, sowie privaten Touren im Land an.
Der gesamte Aufenthalt war Balsam für Körper und Seele!
Und wenn du immer noch Zweifel hast, ob der Oman das richtige Reiseziel für dich ist – besuche es einfach, das Land, die Menschen und die Unterkünfte sind einfach großartig!
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