Ich erinnere mich an die vielen Fragezeichen von Familie und Bekannten, als wir über unsere Oman Urlaubspläne plauderten. Eine Reise in den Oman – ein Märchen aus 1001 Nacht! Wüsten, Berge, Strände, Wadis, tolles Klima, hervorragendes Essen und ausgezeichnete Hotels. Stattdessen hörten wir mehrfach Kommentare wie „Wo liegt denn der Oman genau?“, „Ist es im Oman nicht gefährlich?“ oder „Oman? Ist das ein Land?“. Obwohl der Oman in den letzten fünf Jahren immer beliebter als Reiseziel wurde, stellst du dir vielleicht ähnliche Fragen, deswegen habe ich dir Fakten und Reise-Tipps für einen Urlaub im Oman zusammengestellt.
Inhaltsverzeichnis
2. Muskat – die besten Sehenswürdigkeiten
5. Hotelempfehlung Al Baleed Resort Salalah
1. Oman Urlaub Reise-Tipps: Fakten über den Oman
1.1. Geografie Oman
Der Oman ist ein Land im mittleren Osten und grenzt an Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Jemen. Umgeben ist das Land von rund 1700 km Küste mit wirklich menschenleeren Stränden. Muscat (deutsch: Maskat) ist die Hauptstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, einsamen Buchten und wunderschönen Hotels. Im Norden findest du das imposante, schroffe Hajar-Gebirge mit bis 3000 m hohen Bergen, die Wahiba-Wüste, sowie einige der schönsten Wadis des Landes. Die 1000 km zwischen Muscat und der zweiten beliebten Urlaubsregion Dhofar im Süden besteht hauptsächlich aus Wüste – vermutlich wirst du diese Region nicht besuchen. Dhofar ist bekannt für seine Weihrauchbäume und wird deswegen als Weihrauchland bezeichnet. Die Hauptstadt Dhofars ist Salalah, sie liegt am traumhaften indischen Ozean und aufgrund endloser, weißer Strände und Palmen wird sie gerne als Karibik des Orients beworben.

1.2. Beste Reisezeit und Klima Oman
Für Europäer sind besonders die Monate zwischen Oktober und März zu empfehlen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 25° Grad bis 30° tagsüber, nachts kühlt es auf 20° bis 22° Grad im Schnitt ab. Im Gebirge ist es immer etwas kühler. Die Dhofar Region mit Salalah unterscheidet sich klimatisch vom Rest des Landes. Während es im Sommer im Norden und Landesinneren bis 50° heiß werden kann, bleibt es im Süden ganzjährig um die 30° Grad. Allerdings trübt der alljährliche Monsun die Badezeit, die sogenannte Kareef Season bringt in den Sommermonaten Feuchte und Regen. Es schüttet zwar nicht wie aus Eimern, aber der Himmel ist meist grau mit Dauer-Nebel und Sprühregen. Viele Araber bereisen in diesen Monaten das Land, weil es in den restlichen arabischen Gegenden brüllend heiß wird. Außerdem verwandelt sich das Wadi Darbat bei Monsun in eine wunderschöne, grüne Oase.
1.3. Währung und Zahlungsmittel
Die Währung im Oman ist der omanische Rial, dabei entspricht ein Rial etwa 2,24 EUR (Stand 2025). Wechseln kannst du am Flughafen oder in den Hotels. Akzeptiert werden in der Regel alle gängigen Kreditkarten, in unserem zweiten Hotel in Salalah funktionierten allerdings am ATM keine Mastercards.
1.4. Essen und Trinken
Kulinarisch ist der Oman definitiv eine Reise wert. Aufgrund der verschiedensten Einwanderer, Gastarbeiter und früherer Kolonien findest du auf den Tellern unter anderem indische, pakistanische, als auch afrikanische Einflüsse. Wesentlicher Bestandteil der raffinierten Speisen sind aromatische Gewürze wie Kardamom, Nelken oder Safran. Als Nachspeise oder kleinen Snack zwischendurch werden fast überall Datteln gereicht. Traditionell sitzen die Omanis beim Essen auf dem Boden und teilen ihre Speisen. Der Oman ist ein muslimisches Land, deswegen ist Alkohol in der Öffentlichkeit verboten. In den lizenzierten Hotels wird an Touristen Alkohol ausgeschenkt, die Preise dafür ähneln denen in Dubai. Für ein Bier musst du umgerechnet ca. sechs bis zehn Euro bezahlen. Günstiger erhältlich sind Bier oder Wein in den Duty-Free-Shops am Flughafen, öffentliches Trinken ist trotzdem untersagt. Während des Ramadan kann es vorkommen, dass in den Hotels nur beschränkt Alkohol ausgeschenkt wird.

1.5. Einreise in den Oman
Für eine Reise in den Oman benötigst du neben einem gültigen Reisepass ein Visum, welches du online bei der Royal Oman Police beantragen musst. Für einen touristischen Aufenthalt bis zu 14 Tagen können Deutsche Staatsbürger ein kostenloses Visum bei Einreise erhalten, wenn sie eine gültige Hotelbuchung und einen Rück- oder Weiterflug vorweisen. Bezüglich aktueller Informationen informiere dich am besten beim Auswärtigen Amt. Die Anreise mit Flugzeug dauert je nach Verbindung, Ort und Fluggesellschaft zwischen sechs und siebeneinhalb Stunden. Nach Muscat kannst du mit Oman Air in den Wintermonaten non-stop von München und Frankfurt fliegen. Für alle anderen Fluggesellschaften ist ein Umstieg in Dubai, Abu Dhabi, Qatar oder Istanbul notwendig. Wenn du einen Strandurlaub in Salalah planst, musst du immer umsteigen.
1.6. Verkehrsmittel im Oman
Innerhalb des Landes würde ich dir entweder zu einem Mietwagen oder für Ausflüge zu Taxifahrern raten. Unterscheiden musst du zwischen reinen Fahrern und Guides. Wenn du mehr über das Land erfahren möchtest, ist ein Guide die bessere Wahl. Für einen Besuch in der Wüste benötigst du einen ortskundigen Fahrer oder du buchst eine Gruppentour. Wenn du selber fahren möchtest, wird aus Sicherheitsgründen empfohlen mindestens mit zwei Autos zu fahren. Für Sightseeing in Muscat kannst du alternativ den Hop-on-Hop-off Bus nutzen. Wir waren entweder mit Taxi oder Guide unterwegs. Wenn du mit einem Mietwagen unterwegs bist, mach dich unbedingt mit den Verkehrsregeln vertraut. Im Oman sind diese besonders streng.
1.7. Sicherheit im Oman
Wir fühlten uns im Oman sehr wohl und auch sicher. Die Omanis sprechen überwiegend gutes Englisch und wir durften sie als respektvolle, hilfsbereite und freundliche Menschen kennen lernen. Unterwegs wirst du meistens auf Männer treffen, ich hätte mich aber auch ohne meinen Mann nicht unwohl gefühlt. Der Oman gilt als das sicherste Reiseziel im mittleren Osten. Raubüberfälle und Gewaltkriminalität sind laut Auswärtigem Amt eher selten. In Touristenorten solltest du wie überall auf der Welt auf deine Wertsachen achten. Es wird geraten, das Grenzgebiet zu Jemen zu meiden. Alle ausführlichen Informationen zur Einreise, Gesundheit und Sicherheit findest du auf der Seite des Auswärtigen Amtes.
2. Oman Urlaub Reise-Tipps: Muskat – Tipps und Sehenswürdigkeiten
Nur für Muscat planst du am besten ein bis zwei Tage ein. Ich bin kein „Stadt-Typ“, fand Muscat aber sehr sehenswert aufgrund seiner kulturellen Vielfalt. Wenn du weitere Ausflüge ins Hajar-Gebirge, Wüste oder Wadis unternehmen möchtest, sind vier bis fünf Tage ideal.
Es ist anders als Dubai oder Abu Dhabi- In Muscat findest du nämlich nur selten Hochhäuser. In Muscat ist die Architektur traditionell gehalten und die Straßen sind übrigens picobello sauber. Wir waren mit einem privaten Taxifahrer unterwegs, so konnten wir selbst bestimmen was wir ansehen möchten und vor allem wie lange.
2.1. Sultan Quabos Moschee
Die wunderschöne Moschee ist das Must-See in Muscat. Sie wurde 2001 errichtet, es ist die drittgrößte Moschee der Welt. Die beeindruckende Architektur aus Sandstein kombiniert mit einem acht Meter hohen Kronleuchter, sowie einem riesigen handgeknüpften Teppich, solltest du dir keinesfalls entgehen lassen. Für Nicht-Muslime ist der Besuch jeden Vormittag außer freitags bis 11:00 Uhr möglich. Frauen müssen Kopf, sowie Arme und Beine bis zu den Knöcheln bedecken. Als Mann bist du mit T-Shirt und langer Hosen ausreichend gekleidet. Am besten planst du deinen Besuch möglichst früh ein. Muscat wird mittlerweile von vielen Kreuzfahrtschiffen angesteuert, ab 10:00 Uhr kann es rappelvoll werden.




2.2. Qasr Al Alam Palast
Der Palast mit seiner außergewöhnlichen, indischen Architektur befindet sich im Regierungsviertel von Muscat. Besichtigen kannst du ihn allerdings nur von außen. Er wurde 1974 erbaut und war der Palast des Sultans Quabos Ibn Said. Eingerahmt wird der Palast durch die beiden Festungen Mirani und Jalai. Nur wenige Tage nach unserem Besuch verstarb leider der beliebte Sultan, Nachfolger ist seitdem sein Cousin Haitham Ibn Tariq.

2.3. Oman Urlaub Reise-Tipps: Mutrah Corniche
Die hübsche kleine Flaniermeile entlang des Meeres verbindet die beiden Stadtteile Muscat und Mutrah. Menschenmengen musst du nicht befürchten, es ist wirklich sehr entspannt. Beeindruckend fand ich die weißen Häuser im ursprünglichen, arabischen Stil neben der Hafenfront und dem Meer. In dem Viertel befindet sich auch ein Fisch-und Gemüsemarkt, am späten Nachmittag waren die Märkte bereits geschlossen, dafür das Licht der bald untergehenden Sonne umso schöner.

2.4. Mutrah Fort
Die alte Festung wurde 1580 von den Portugiesen erbaut, wir besuchten sie kurz vor Sonnenuntergang, der Eintritt war zumindest zu jener Uhrzeit kostenlos. Oben angelangt, hast du einen grandiosen Blick über Muscat und über die türkis-blaue Bucht von Mutrah. Aufgrund der riesigen, ankernden Containerschiffe versprüht es einen Hauch „Hamburg-Feeling“.


2.5. Mutrah Souq
Nur einen kurzen Spaziergang vom Mutrah Fort findest du den Souq von Mutrah mit seinen verwinkelten Gassen. Ich muss ehrlich zugeben, ich war irgendwie überfordert mit der riesigen Anzahl an Händlern und Gerüchen, denn irgendwie ähnelten sich die Läden mit den angebotenen Waren doch sehr. Trotzdem ist es eine gute Möglichkeit Souvenirs zu erwerben. Neben Weihrauch, Parfüm und Tüchern findest du auch Gewürze oder Silberschmuck. Angesprochen wurden wir häufig, aber nie aufdringlich. Am Anfang und Ende des Souqs gibt es kleine indische Fast-Food-Läden, hier bekommst du für wenig Geld richtig leckere Samosas.


2.6. Riyam Park und Riyam Monument
Der Riyam Park liegt am Ende der Corniche im Stadtteil Riyam. Das eigentliche Highlight ist der überdimensional große Weihrauch-Brenner, der zu Gedenken des 20. Nationalfeiertags erbaut wurde. Bestaunen kannst du ihn nur aus der Entfernung, der Zugang zu dem Monument ist gesperrt. Im Riyam Park befindet sich außerdem eine kleine Kirmes für Kinder, die bei unserem Besuch jedoch geschlossen war. Ich fand die Szenerie irgendwie skurril, der schöne, grüne Park mit den kitschigen Fahrgeschäften der Kirmes und dann noch ein Wahnsinns-Weihrauchgefäß. Ein paar Einheimische saßen im Park zum Picknick, ansonsten war es sehr leer. Wir nutzten die Gelegenheit ebenfalls für eine kleine Pause der Stadtbesichtigung.



2.7. Oman Urlaub Reise-Tipps: Alte Passstraße
Oberhalb des Riyam Park führt die alte Passstraße vorbei, sie war die ursprüngliche Hauptstraße nach Mutrah. Hier solltest einen kurzen Foto-Stopp einlegen, denn hier erhebt sich ein fantastischer Blick über Old Muscat und schroffen Berge.

2.8. Royal Opera House
Im Stadtteil Shat-Al-Qurm befindet sich seit 2011 die wunderschöne Oper von Muscat. Zugegebenermaßen sind wir keine großen Opern-Fans, aber der 80 Hektar große, opulente Bau ist in jedem Fall einen Fotostopp wert. Fünf Jahre dauerte der Bau durch das Architektenbüro Wimberly Allison Tong and Goo, der Name Royal Opera House wurde in Anlehnung an das Londoner Royal Opera House vergeben. Auch wenn du keine Aufführung besuchen möchtest, du kannst tagsüber an geführten Touren teilnehmen, um den Innenausbau zu besichtigen. Aber auch von außen ist das moderne Opernhaus ein Highlight.

3. Oman Urlaub Reise-Tipps: Hotelempfehlung Muscat – Grand Hyatt
Der Oman ist kein typisches Backpacker-Ziel, es war eine unserer teuersten Reisen. In Muscat und Salalah findest du vor allem ausgezeichnete Vier-und Fünfsternehotels, die Preise variieren je nach Kategorie, Ausstattung, Lage und Verpflegung erheblich. Im Landesinneren gibt es sehr wenige Unterkünfte und Hotels.
Wenn du in der Wüste übernachten möchtest, hast du die Wahl von einfachen Camps bis hin zu Luxus-Camps. In Muscat gibt es zahlreiche Luxus- und Mittelklassehotels.
In Muskat entschieden wir uns aufgrund einer persönlichen Empfehlung für das Grand Hyatt.

Das orientalisch-pompöse 5-Sterne Hotel mit Pool liegt direkt am Strand, unweit des Zentrums.


Am puderweichen Strand kannst du stundenlang spazieren gehen, tagsüber ist er menschenleer. Erst gegen 16:30 Uhr wird es voll, dann verwandelt sich der Strand in ein überdimensional großes Fußballfeld und dutzende Omanis kicken gegen- und miteinander. Der Sonnenuntergang ist hier unglaublich romantisch mit dem pastellfarbenen Licht!

Der Aufpreis zum Superior Zimmer im Grand Hyatt lohnt auf jeden Fall, wenn du Geld für Essen und/oder (alkoholische) Getränke sparen möchtest. Speisen und Getränke in den Hotels sind wesentlich teurer, als du es in Deutschland kennst. In Laufdistanz vom Grand Hyatt gibt es nur eine French Bakery, die Preise sind hier etwas günstiger aber auch weniger Auswahl.
Wir waren über Silvester dort und wir würden es jederzeit wieder buchen.
Hier kannst du das Hotel buchen:
4. Oman Urlaub Reise-Tipps: Strandurlaub in Salalah – meine Tipps für deine Reise in die Karibik des Orients
Delfine springen aus dem glitzernden Wasser, während ich auf meiner Sonnenliege sitze! Es klingt so unglaublich kitschig, aber es ist wahr. Das ist sie also, die Karibik des Orients und ich bin mittendrin! Kilometerlanger weißer Strand, Palmen, türkisfarbenes Meer und das alles ohne Touristenströme.
Nach einem wundervollen Silvesterfest sind wir Anfang Januar in den Süden des Omans weitergereist. Neben Strand, Palmen und Sand punktet Salalah mit einigen lohnenswerten Ausflugszielen.

4.1. Facettenreicher Osten Salalahs – Natur, Kultur und Strände
Wenn du etwas tiefer in die omanische Kultur eintauchen möchtest, empfehle ich dir eine geführte individuelle Tagestour. Unser Guide sprach sehr gutes Englisch, er klärte über Land und Leute auf und hatte auch einen richtig guten Humor. Ich muss sagen, dass ich mittlerweile wieder gerne Guides in weit entfernten Ländern buche. Die Locals wissen einfach viel mehr über ihr eigenes Land und man unterstützt sie finanziell. Die Tour dauert je nach Länge der Stopps in etwa fünf bis sechs Stunden und ist sehr abwechslungsreich. Wir entschieden uns für eine Route ab Salalah nach Taqa bis zum Wadi Darbat und zurück. Optional kannst du auch noch bis Mirbat fahren.
4.1.1. Ayn Razat
Auf unserem Weg von Salalah nach Taqa stoppen wir in Ayn Razat. Die glasklare Quelle gräbt sich ihren Weg durch das sandfarbene Gestein der Berge. In ihrem Strom treiben bunte kleine Fische. Ein paar Meter weiter entdecken wir eine Art Höhle. Die Einheimischen kommen gerne zum Picknicken nach Ayn Razat. Es ist eine kleine grüne Oase und wegen der Wasserquelle gedeihen hier ungewöhnlich viele Bäume, die wiederum viele Vögel anlocken. Entlang Ayn Razat lohnt sich ein kleiner Spaziergang, baden solltest du wegen Bilharziose nicht in dem Wasser.



4.1.2. Taqa Beach
Das Besondere an den Stränden im Oman ist die Weitläufigkeit, nahezu unverbaut und ohne Menschenmassen. Ich liebe Strandspaziergänge und Taqa Beach ist ein Eldorado zum einsamen Flanieren. Der Sand ist hell und weich wie Weizenmehl. Am Ende des Strands gibt es eine Klippe, die du dir nicht entgehen lassen solltest. Unser Guide packte für uns Mandarinen, Bananen und Datteln und wir durften omanischem Kaffee probieren, welcher traditionell mit Kardamom gesüßt ist. Während wir auf die Bucht blickten, passierte wieder – Delfine springen aus dem Wasser. Ich habe leider keine Fotos, weil ich schlichtweg nicht damit gerechnet habe. Delfintouren kannst du dir im Oman wirklich sparen. Du wirst sie sehr wahrscheinlich bei einem normalen Strandbesuch sehen.

4.1.3. Taqa Castle
Die Hauptattraktion in Taqa ist die Burg, in der früher das Oberhaupt der Region, der sogenannte „Wali“ lebte. Die Festung sollte ihn vor Eindringlingen schützen. Heute ist es ein kleines, detailreich eingerichtetes Museum und gewährt einen Einblick in vergangene Zeiten. Den höchsten Punkt der Burg erreicht man nur über eine abenteuerliche Holzleiter.


4.1.4. Kohr Rori – Sumhuram
Die ehemalige Hafenstadt Kohr Rori, auch Sumhuram genannt, hat mich wegen ihrer Lage überrascht. Die Ruinen sind auf einem Hügel und nicht wie erwartet direkt an der Meeresmündung und dem Zusammenfluss des Wadi Darbat angesiedelt. Die Ausgrabungsstätte gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und war ein Teil der ältesten Weihrauchstraße. Vor Angriffen und Invasionen sollte der kostbare Weihrauch durch die drei Meter hohen Mauern beschützt werden. Von Kohr Rori wurde die Handelsware bis nach Indien und ins römische Reich transportiert. Auf dem Gelände befindet sich ein kleines Museum, hier kannst du dir einen kurzen Dokumentarfilm über Land of Frankincense anschauen.



4.1.5. Wadi Darbat
Mein persönliches Highlight während der Tour durch den Osten Salalahs ist das Wadi Darbat. Kurz nach Kohr Rori sehen wir eine beeindruckende Steilwand mit einem langen, dünnen aber kräftigen Wasserfall. Unser Guide zeigt uns ein Video auf seinem Smartphone der gewaltigen Wassermassen während der Monsunzeit. Das Wasser wird vom Flussbett gespeist und fließt über Kaskaden ins Tal. Wir biegen mit dem PKW ins Wadi ein – überall laufen Ziegen und Kamele frei herum. Die Ziegen sind wild – ohne Besitzer, nur die Kamele sind Kamelhirten zugehörig. Ab und zu sehen wir einzelne kleine Häuser, die den Jebels gehören. Wir stoppten in einer wunderschönen grünen Oase mit kleinen Wasserfällen die im unwirklich, türkisen Flussbett enden.


4.2. Oman Urlaub Reise-Tipps: Empty Quarter – Wüstenabenteuer mit dem Jeep über Ubar und Wadi Dhawka
Die größte zusammenhängende Sandwüste der Erde nennt sich Rub al Khali auch als Empty Quarter bekannt. Die Wüste hat mich schon immer fasziniert, es ist einfach mehr als nur jede Menge Sand. Die Atmosphäre, das Licht, die Weite und die Stille. Während ich normalerweise mit viel Bewegung den Kopf frei bekomme, ist meine Gedankenspirale in der Wüste wie weggeblasen – nur vom Nichts tun und nur Beobachten.
4.2.1. Lost City of Ubar
In einer Vierer-Kolonne Richtung düsten wir Richtung Ubar – das Atlantis der Wüste. Ubar, auch unter dem Namen Shisr bekannt, war ein wichtiges Handelszentrum für Weihrauch in der Antike und brachte der legendären Stadt Reichtum. Die Ruinen sind alles andere als spektakulär, nur wenige archäologische Fundstücke und einen riesigen Krater, der vermutlich auf ein Erdbeben zurück zu führen ist, kannst du hier entdecken. Es ist eher der Fakt, dass die verschollene Stadt, welche im Koran erwähnt sein soll, erst 1992 von Ranulph Fiennes wieder entdeckt wurde, obwohl seit den 30er Jahren danach geforscht wurde. Die Ausgrabungsstätte gehört ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe.




Während wir die Ruinen in der gleisenden Sonne besichtigten, wurde bei den Autoreifen der Jeeps Luft abgelassen. Die dadurch vergrößerte Auflagefläche sorgt dafür, sicher durch die Dünen der Wüste zu fahren.
4.2.2. Empty Quarter mit Speed durch die Wüste
Eigentlich brauche ich keine rasanten Geschwindigkeiten, vor allem im Urlaub entdecke ich die fremde Umgebung gerne etwas langsamer. Aber der „Drive“ machte wirklich Spaß. Und nach wenigen Minuten begriff ich auch, warum es keine gute Idee ist, allein durch die Wüste zu fahren. Egal in welche Richtung ich meinen Blick wendete, alles sah gleich aus. Zuerst fuhren wir auf flachem, gefühlt harten Sand. Es erinnerte mich an gewalzte Schneebahnen bei uns im tiefsten Winter. Und dann erreichten wir das „Meer“ der Sanddünen, jede sieht vom Wind geformt anders aus und doch irgendwie alle gleich. Eine andere Welt – fernab jeglicher Zivilisation.



4.2.3. Wadi Dawkah
Zurück stoppten wir in den Höhenlagen im Wadi Dawkah. Hier soll es den besten Weihrauch der Welt geben. Nur zweimal pro Jahr kann das Harz der knorrigen Bäume geerntet werde. Um an den kostbaren Stoff zu gelangen, wird die Rinde aufgeritzt und von den Beduinen ein paar Tage später gesammelt.


5. Oman Urlaub Reise-Tipps: Hotelempfehlung Al Baleed Resort by Anantara – ein traumhaftes Refugium im Oman
Für mich stand bereits am Anfang der Reiseplanung fest, in welchem Hotel wir in Salalah übernachten werden. Im Al Baleed Resort by Anantara – es sucht einfach seinesgleichen im Oman. Private Poolvillen umgeben von Kokospalmen und Bananenplantagen lassen Urlaubsträume im Paradies wahr werden. Die Luxus-Hotelkette ist bekannt für außergewöhnliche Hotelkonzepte und bereits Monate vor der Reise stolperte ich über einen Artikel in einer Zeitschrift. Am liebsten hätte ich sofort gebucht und die Koffer gepackt.
Um das Reisebudget nicht völlig überzustrapazieren, entschied ich mich für ein weitaus günstigeres „normales“ Zimmer mit Gartenblick. Wir hatten Glück und wurden upgegradet in eine Poolvilla und verbrachten sieben Tage in einem traumhaften Hideaway!









Neben der Traumlage direkt am Strand von Salalah und einem gigantisch großen Infinity Pool findest du im Hotel ausgezeichnete Restaurants. Das „Mekong“ wurde zum besten asiatischen Restaurant im Orient gekürt. Praktischerweise werden in Anantara Hotels die eigens entwickelten Kochkurse „Spice Spoons“ angeboten. Wegen der asiatischen Herkunft sind sie in erster Linie auf die landestypische Küche spezialisiert. Ich habe bereits in der Vergangenheit auf Reisen an Thai-Kochkursen teilgenommen und so fiel die Wahl diesmal auf ein Orientmenü.



Neben Kochen bietet das Hotel auch ein umfangreiches Angebot an Sport und Wellness, sowie privaten Touren im Land an.
Der gesamte Aufenthalt im Anantara war Balsam für Körper und Seele und jeden Cent wert! Genauso wie all die einzigartigen Erlebnisse im Oman…
Hier kannst du das Hotel buchen:


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