Winterwanderung zum Großen Rachel

Was macht mich glücklich? Ein gutes Essen, ein Tag am Meer, ein Abend mit Freunden und durch verschneite…

Was macht mich glücklich? Ein gutes Essen, ein Tag am Meer, ein Abend mit Freunden und durch verschneite Winterlandschaften zu wandern. Ich brauche nur wenige Minuten in der großen weißen Weite unterwegs zu sein und bin ganz schnell dem Alltag entflohen. Eine Winterwanderung zum Rachel wird besonders bei Neuschnee zu einem unvergesslichen Erlebnis. Der Große Rachel ist mit 1453 Metern der zweithöchste Gipfel im Bayerischen Wald. Genauso wie der Arber bietet er eine atemberaubende Aussicht am höchsten Punkt zu den benachbarten Bergen und bei Föhn sogar bis zu den Alpen.  Die „klassische Tour“ führt über den Rachelsee, Rachelkapelle, Gipfelkreuz, Waldschmidthaus bis zum Endpunkt Gfäll.

Über Gfäll zum Gipfel

Wir entscheiden uns an diesem Dezembertag aufgrund des Neuschnees für eine kurze, knackige Winterwanderung und nehmen den Endpunkt Parkplatz Gfäll als Ausgangspunkt bis zum steil ansteigenden Lieslbrunn, auf 1200 m. Vom Waldschmidthaus bis zum Gipfel sind es dann nur noch wenige Meter.  Zurück marschieren wir über denselben Weg.

Der Parkplatz befindet sich zwischen den Orten Klingenbrunn und Spiegelau. Du fährst gefühlt relativ lange durch eine schmale Straße, bis du zum Wanderparkplatz gelangst. Den Weg zum Großen Rachel findest du ganz einfach, er ist mit einem „Auerhahn“ gekennzeichnet und es geht lange fast  geradeaus bergauf. Nur am Ende läuft der Weg serpentinenartig bis zum Gipfel.

Viel gibt es nicht zu erzählen, wir starten bei ca. 970 Metern und gehen inklusive einiger ausgiebiger Fotostopps ca. zwei Stunden steil bergauf und bezwingen ungefähr 500 Höhenmeter. Kalt ist uns nach dem Anstieg nicht mehr! Ich möchte dich auf diese kleine Fotoreise mitnehmen, denn die Landschaft im Bayerischen Wald ist frisch verschneit ein ganz besonderer Hingucker. Und dafür braucht es noch nicht mal Sonne, der Nebel verwandelt die Gegend in ein Wintermärchen Deluxe.

Der Neuschnee erschwert das Vorankommen zum Rachel, aber das macht auch gerade den Reiz der Wanderung aus.

Die Äste der blattlosen Bäume wirken nicht trostlos, sondern sind mit der weißen Pracht und Eiszapfen überzogen. Tannen biegen sich unter schweren Last weit nach unten. Auch das Werk der Borkenkäfer, welche die abgestorbenen Baumstümpfe in kahle Antennen verwandelt haben, erhalten wieder ein lebendiges Aussehen durch ein helles Schneekristallkleid.

Je weiter wir uns dem Gipfel nähern, desto skurriler wird die Landschaft, teilweise blitzt die Sonne durch die neblig trübe, weiße Traumlandschaft. Und der Schnee wird mit jedem Höhenmeter immer pudriger!

Das Waldschmidthaus wurde 1912 erbaut und ist auch als Rachelschutzhütte bekannt. In der Wintersaison kannst du hier leider nicht einkehren. Deswegen gehen wir auch gleich weiter und bezwingen die letzten Meter zum felsigen, schneebedeckten Gipfel mit Holzkreuz.

Beim Parkplatz noch Pappschnee, erwartet uns am Ziel des Großen Rachels ein wahrliches Winterparadies. Mittlerweile sind echte Winter leider selbst in den Bergen ein seltener Anblick.

Für den Rückweg benötigst du ungefähr eine Dreiviertelstunde, bergab läuft es sich einfach schneller.

Infos für deine Winterwanderung am Dreisessel:

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Anfahrt Passau: Über B85 und B533 bis Spiegelau - Parkplatz Gfäll. Möchtest du im Sommer wandern musst du zwischen 08:00 h - 18:00 h den umweltfreundlichen Igelbus ab Bahnhof Spiegelau nutzen.

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Dauer: ca. 3 Stunden

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Schwierigkeit: leicht bis mittel

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Einkehrmöglichkeit: nur im Sommer! Waldschmidthaus

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