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Rundweg zum Teufelstisch in Bischofsmais / Wandern Bayerischer Wald

Ok, der Teufel war ein Hochstapler! Der Beweis liegt auf 901 Metern Höhe in Bischofsmais. Die Rede ist…
Ok, der Teufel war ein Hochstapler! Der Beweis liegt auf 901 Metern Höhe in Bischofsmais. Die Rede ist von einer sagenhaften Felsformation. Wortwörtlich! Wie so oft im Bayerischen Wald, war es der Sage nach das Werk des Teufels. Die Granitblöcke sehen aus, als wären sie von Hand hoch geschachtelt worden.
Und mit einer beachtlichen Höhe von 10 Metern ähnelt der Felsbrocken auch irgendwie einem Tisch. Gut, ein bisschen Fantasie solltest du dafür schon mitbringen. Vielleicht hast du meinen Blogartikel über das traumhafte 7 Sentidos gelesen. Die kurze aber lohnenswerte Wanderung zum Teufelstisch Bayerischer Wald startet unweit der Chalets.
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Sportlicher Aufstieg Richtung Teufelstisch

Los geht’s ab dem Hotel Morada. Zu Fuß bist du vom 7 Sentidos ungefähr in 20 Minuten dort. Dein Wandererlebnis beginnt auf einem breiten Forstweg mit der Markierung Nummer 3. Die ersten Meter führt dich die Route durch einen abwechslungsreichen Mischwald. Nach etwa einer Viertelstunde nimmst du die beschilderte Abzweigung nach rechts.
Der Aufstieg nennt sich „schwierig“, ich würde sagen „sportlich“. Schwierig finde ich eher den 1,5 km langen Weg zum Teufelstisch zu finden.
An manchen Stellen ist es nicht eindeutig gekennzeichnet und so haben wir uns tatsächlich im Gebüsch verlaufen. Allerdings bemerkt man es nach wenigen Schritten. Ohne Machete ist das Gelände des Bayerischen Waldes irgendwann nur noch schwer passierbar. Also drehen wir um und marschieren den Wald hoch. Am höchsten Punkt, dem Ochsenberg, soll ein wunderschöner Ausblick auf uns warten.

Wandern im Naturparadies

Kleinere und mittlere Felsen schmücken den moosigen und mit Wurzeln durchzogenen Waldboden. Und es wird ein bisschen steiler. Für Naturfans ist es ein Paradies! Es ist einer der typisch verwunschenen Pfade, die in mir Glücksgefühle auslösen. Im Bayerischen Wald gibt es Dutzende und jeder hat seinen eigenen Reiz.
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Am höchsten Punkt führt der Weg links zum Teufelstisch, wir gehen auf Empfehlung vom 7 Sentidos vorerst rechts. Im dichten Wald ahnst du nicht ansatzweise, was dich oben erwartet. Die Rede ist von einem grandiosen Landschaftsausblick noch vor dem Teufelstisch zu den angrenzenden Bergwelten des Bayerischen Waldes.

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Im Grunde hat sich die Wanderung bereits gelohnt.
Eine Holzbank lädt zur Rast ein und zum Genießen der einmaligen Aussicht. Es ist bewölkt und nieselt leicht, aber dennoch traumhaft.
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Traumblick beim Teufelstisch Bayerischer Wald

Links führt der Pfad nun zum eigentlichen Highlight, dem Teufelstisch. Bereits davor begegnest du mehreren großen Felsen. Dein Ziel ist allerdings unverkennbar. Die Wollsackfelsen des Teufelstisch sind einfach zu markant. Wie eng aufeinandergestapelte Matratzen sieht die skurrile Felsformation aus. Die berühmtesten im Bayerischen Wald, findest du übrigens auf dem Dreisessel.
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Aus Feldspat, Glimmer und Quarz besteht das Gestein, welches sich nach allen Seiten spalten lässt. Durch jahrtausendelangen Verwitterungsprozess an den Kanten, entstehen die typischen Gebilde. Dem Teufel soll der Felsen als Mittagstisch gedient haben, bis er von einem Einsiedler vertrieben wurde. Übrigens wirst du auch beim Teufelstisch mit einem fabelhaften Ausblick belohnt.
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Wilde Natur und mystische Wälder

Wir sind fast den die gesamte Wanderung allein mit der Waldwildnis und der klaren Luft. Leider prasselt der Regen mittlerweile ohne Gnade auf uns ein. Wir beschließen zurück in unser Chalet im 7 Sentidos nach Bischofsmais zu wandern und verlassen nach einer kurzen Verschnaufpause den Teufelstisch. Die erste Etappe des Rückwegs führt uns zwischen Sträucher und Felsen.
Ab und zu kreuzt der Weg Totholz. Anschließend laufen wir wieder leicht bergab ein Stück durch den etwas geheimnisvoll anmutenden Bayerischen Wald. An der Kreuzung nehmen wir die Abbiegung links und landen auf einem geschotterten Forstweg. Er führt wieder Richtung Ausgangspunkt des Morada Hotels.
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Ungefähr 3 Stunden waren wir im Wald. Natürlich wegen der vielen Fotostopps, der Verweilzeit am Plateau und dem Felskoloss des Teufelstischs. Denn eigentlich waren wir eher im Müßiggang unterwegs, Kraft tanken und Natur konsumieren. Barrierefrei ist die Route leider nicht, aber dennoch familientauglich. Wegen der Wurzeln und Steine würde ich festes Schuhwerk empfehlen, sowie eine kleine Brotzeit für die Genusszeit an den Aussichtspunkten.

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Infos zur Wanderung Teufelstisch Bayerischer Wald:

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Anspruch: leicht

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Dauer: ca. 2 Stunden

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Startpunkt: Hotel Morada, Lina-Müller-Weg 3, 94253 Bischofsmais

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Highlights: Aussichtsplateau, Felsgeotop Teufelstisch, ursprüngliche Natur