Taha’a ist ein absoluter Südsee-Inseltraum! Im Vorfeld hatte ich keine großen Erwartungen, da wenig über die Insel, zumindest im Verhältnis zu Bora Bora oder Moorea berichtet wird. Dabei ist die Lagune mit den vielen Motus meiner Meinung nach deutlich beeindruckender und wirkt durch ihre abgeschiedene Lage noch exklusiver. Schnorcheln und Tauchen zählen zu den beliebtesten Aktivitäten auf Taha’a, denn die Insel bietet eine Unterwasserwelt, die dir den Atem rauben wird. Bekannt ist Taha’a zudem für die Herstellung von Vanille, Rum und Perlen.


Nach Taha’a kommst du nur per Boot – ich finde, das macht doch bereits neugierig, oder? Die Anreise erfolgt am einfachsten über die Insel Raiatea, welche du mit Air Tahiti erreichst. Von dort kannst du mit dem Boot weiter nach Taha’a reisen oder von Raiatea Tagesausflüge auf die Insel buchen, um die sehenswertesten Spots zu erleben.

Zu den Schnorchelspots und auf Motus kommst du im Rahmen einer Tour. Achte darauf, dass auch ein Guide mit ins Wasser geht, wenn du Strömungen nicht gewohnt bist und keine Erfahrung und kein Wissen über die Korallenarten mitbringst.
Meine Empfehlung: Lagunentour Taha’a ab Raiatea
1. Schnorcheln mit Haien und Stachelrochen im Südosten von Taha’a
Eines der eindrucksvollsten Erlebnisse auf Taha’a wartet im Südosten der Insel auf dich. Dort befinden sich mehrere flache Sandbänke in der Lagune, an denen sich Schwarzspitzen-Riffhaie und Stachelrochen sammeln. Aufgrund des glasklaren Meers, siehst du sogar vom Boot aus jeden Hai oder Stachelrochen – falls du Angst hast, ins Wasser zu gehen.


Keine Sorge, die kleinen Haie sind harmlos und interessieren sich eigentlich gar nicht für Menschen. Die Stachelrochen dagegen sind manchmal ein bisschen neugierig und gleiten oft direkt an dir vorbei. Du kannst sie auch vorsichtig berühren.



2. Schnorcheln im nordöstlichen Korallengarten
Der nordöstliche Korallengarten gehört zu den bekanntesten Schnorchelspots rund um Taha’a und viele Ausflugsboote legen hier an. Du kannst dich mit der leichten Strömung durch einen natürlichen Kanal zwischen den Korallen treiben lassen. An den meisten Stellen ist das Wasser so tief, dass du nicht stehen kannst, das solltest du bedenken, wenn du etwas unsicher im Meer bist.


Bunte Rifffische, Papageifische, kleine Clownfische und mit etwas Glück begegnen dir sogar Schildkröten. Das Meer strahlt in helltürkisen Tönen, wie man es sonst nur von Postkarten kennt. Wie überall auf der Welt sind die Korallen leider größtenteils stark gebleicht.
3. Taha’a – Schnorcheln im westlichen Korallengarten
Im westlichen Korallengarten schnorchelst du in seichtem Wasser. Der Einstieg befindet sich ein paar Meter hinter dem Motu des Le Taha’a By Pearl Resorts. Der Korallengarten ist hier dichter und wegen der niedrigen Wassertiefe erscheinen sie besonders nah. Ein bisschen solltest du aufpassen, um keine der Feuerkorallen zu berühren (der Schmerz kann Wochen andauern). Auch hier begegnen dir in der Regel wieder viele der farbenfrohen Fische.





4. Besuche ein privates Motu – Taha’a Schnorcheln und Tipps
Zu einem echten Taha’a-Erlebnis gehört auch ein Tag auf einem Motu dazu. Diese kleinen Inselchen liegen verstreut in der Lagune und sind oft privat. Ebenso wie beim Schnorcheln, kommst du hier am besten im Rahmen einer Bootstour hin. Manche legen für einen halben Tag an einem Motu an, bei anderen ist ein einstündiger Stopp für das Lunch inkludiert.

Wir waren während einer gebuchten Schnorcheltour auf einem Motu und hatten nach dem Mittagessen noch eine Stunde zur freien Verfügung auf der Insel, die sich wirklich wie ein kleines Paradies angefühlt hat, das man nie wieder verlassen möchte.




5. Vanille Plantage – Taha’a Reisetipps Französisch-Polynesien
Taha’a wird auch die Vanilleinsel genannt. Ein großer Teil der tahitianischen Vanille wird hier auf Taha’a angebaut. Die Vanilleplantagen gehören Familienbetrieben, die meisten davon findest du in Tiva sowie in der Hurepiti-Bucht.

Generell ist Vanille das zweitteuerste Gewürz der Welt. Die Tahiti-Vanille ist besonders teuer, der Preis ist allerdings gerechtfertigt, wenn man weiß, wieviel Arbeit eigentlich dahintersteckt.


Bei einer Führung siehst du nicht nur die grünen Vanilleschoten an den Pflanzen wachsen, sondern du bekommst auch du einen guten Eindruck davon, wie aufwendig echter Vanilleanbau eigentlich ist. Jede einzelne Blüte wird von Hand bestäubt, weil es in Französisch-Polynesien keine natürlichen Bestäuber (bestimmte Bienenarten oder Kolibris) für die Pflanze gibt. Sie reifen bis zu neun Monate und müssen anschließend von Hand geerntet werden. Und auch der Trocknungsprozess ist ein ziemlich langwieriges Prozedere. Im Wechsel werden die Schoten in der Sonne und Schatten getrocknet und massiert, damit sie ihr blumiges Aroma entfalten können.


Die Qualität der Vanille auf Taha’a ist besonders gut und das Aroma intensiv, insofern lohnt es sich auf jeden Fall ein paar Schoten für die heimische Küche zu kaufen.
6. Perlenfarm Chan auf Taha’a
Schwarze Perlen gehören zu Taha’a wie Vanille und türkisfarbene Lagunen. Auf Taha’a kannst Du Dir anschauen, wie diese Perlen entstehen.
Die Cham Pearl Farm gehört zu den bekanntesten Perlenfarmen der Insel. Dort bekommst Du erklärt, wie empfindlich die Austern sind und wie viel Geduld nötig ist, bis am Ende tatsächlich eine hochwertige Perle entsteht.

Dafür wird der Auster auf einer Perlenfarm vorsichtig ein kleiner Perlmuttkern zusammen mit etwas Mantelgewebe einer anderen Muschel eingesetzt. Als natürliche Reaktion umschließt die Auster diesen Fremdkörper über einen Zeitraum von etwa 18 Monaten bis zu mehreren Jahren, Schicht für Schicht mit Perlmutt, bis irgendwann eine Perle entsteht.

Keine Perle gleicht übrigens der anderen. Farbe, Form und Glanz unterscheiden sich immer. Am teuersten sind komplett runde, makellose Perlen mit einem sehr hohen Glanz. Sie werden als AAA-Ware deklariert und können bis zu 600 € kosten. Unregelmäßige Perlen bekommst du bereits ab ca. 10 €. Auch wenn du nichts kaufen möchtest, der Besuch lohnt sich auch wegen der Einblicke in das Handwerk der Perlenzüchtung.
7. Pari Pari Rum Destillery – Taha’a Sehenswertes und Aktivitäten
Zuckerrohranbau hat auf Taha’a eine sehr lange Tradition. Nachdem viele Plantagen irgendwann aufgegeben worden waren, wurde der Anbau in den 1990ern durch lokale Produzenten wiederbelebt. Heute entstehen daraus mehrfach ausgezeichnete Rumsorten.
Wenn Du auf Taha’a bist, solltest Du unbedingt in der Pari Pari Rum Distillery vorbeischauen. Dort erfährst Du, wie aus lokalem Zuckerrohr Rum hergestellt wird, und kannst verschiedene Sorten probieren, darunter auch mit Vanille aromatisierten Rum.


An der Bucht gibt es außerdem eine Art Floating Bar. Hier kannst du dir Cocktails mit Rum mixen lassen und es werden natürlich auch andere alkoholische und nicht-alkoholische Getränke angeboten.


Der zweite Rumhersteller auf Taha’a heißt Mana’o und ist Vorreiter der Produktion von Bio-Rum aus reinem Zuckerrohrsaft in der Südsee.
Weitere Tipps für dein Inselhopping in Französisch-Polynesien findest du in meinen Blogartikeln:
Tahiti: Insel Reisetipps Französisch-Polynesien
Moorea Urlaub – Reise-Guide für die vielleicht schönste Insel in Französisch-Polynesien






