Wenn du mich fragst, welche Insel mir in Französisch-Polynesien am besten gefallen hat, gibt es nur eine Antwort: Moorea! Sie beeindruckt mit einer unglaublichen Schönheit und Vielfalt und wird sogar an einem Regentag nicht langweilig. Du erreichst Moorea super easy mit der Fähre von Tahiti und musst im Gegensatz zu Bora Bora oder anderen Inseln keinen extra Flug buchen. Ich würde dir empfehlen, mindestens vier oder fünf Tage auf Moorea zu verbringen. Leih dir auf jeden Fall einen Mietwagen, damit du deinen Urlaub stressfrei verbringen kannst.


Moorea erwartet dich mit puderfeinen, palmengesäumten Sandstränden. Das Riff umschließt die Vulkaninsel nahezu vollständig und die Lagunen sind weltberühmt für ihre Artenpracht. Rund um die Berge Mont Tohiea, Mou’a Puta, Mount Rotui und den Magic Mountain laden einfache bis anspruchsvolle Wanderwege zu Abenteuern durch den Dschungel ein. Wenn du dich für die Kultur und das Ökosystem interessierst, musst du unbedingt das wirklich sehenswerte Écomusée Te Fare Natura in der traumhaften Bucht von Opunohu besuchen.
Inhaltsverzeichnis
- Die schönsten Strände und Buchten auf Moorea
- Die schönsten Aussichtspunkte auf Moorea
- Die schönsten Wanderungen auf Moorea
- Aktivitäten auf und im Wasser
- Museum – Écomusée Te Fare Natur
- Übernachtungstipp auf Moorea
- Reisetipps zur Anreise, beste Reisezeit & Mietwagen

1. Die schönsten Strände und Buchten auf Moorea
1.1. Plage de Ta’ahiamanu/(früher Plage Mareto)
Bereits beim Vorbeifahren musste ich mir die Augen reiben. Der Ta’ahiamanu Beach zählt für mich zu den ikonischsten Stränden auf Moorea. Weißer Sand, helltürkises Meer, im Hintergrund Palmen und die mächtigen begrünten Berge – genauso wie man sich den Südseetraum vorstellt. Er ist komplett naturbelassen und der Einstieg ins Wasser ist seicht mit nur wenigen Korallen, sodass du keine Badeschuhe benötigst. Da die Kokosnüsse bei den Palmen nicht entfernt werden, gibt es allerdings nicht ganz so viele Schattenplätze. Wenn du länger verweilst, würde ich zumindest einen Sonnenhut mitbringen.





1.2. Opunohu Bay & Cook’s Bay
Die Opunohu Bay diente bereits als Filmkulisse für zahlreiche Hollywoodfilme – und ist definitiv ein weiteres Postkartenmotiv auf Moorea.
Sie zieht sich über drei Kilometer und versprüht ihren Charme vor allem mit ihrer natürlichen Schönheit. Die Cook’s Bay findest du ca. vier Kilometer westlich von der Opunohu Bay. Dazwischen liegt der Plage de Ta’ahiamanu. Getrennt werden die Buchten Opunohu Bay und Cook’s Bay durch den Berg Mou’a Rotui. Beide bilden die Hauptbuchten der Insel, in der viele Boote ankern. Sie lohnen sich vor allem für Fotostopps wegen der malerischen Szenerie oder zum Picknicken, jedoch weniger zum Schwimmen.





1.3. Temae Beach
Am Temae Beach leuchtet das Wasser sogar bei dicken Wolken knalltürkis entgegen. Er grenzt direkt an den Hotelstrand des luxuriösen Sofitel Hotels an und punktet mit feinem, weißem Sand. Denk am Temae Beach auf jeden Fall an deine Schnorchel-Ausrüstung, hier kannst du direkt vom Strand aus viele Fische beobachten. Die hohen Palmen lassen den Temae Beach ebenfalls zum Bilderbuchstrand werden. Da es sich wieder um einen naturbelassenen Strand handelt, sei vorsichtig wegen herabfallender Kokosnüsse (auch beim Parken).


1.4. Plage Tiahura
Der öffentliche Strand Plage Tiahura befindet sich hinter einem Parkgelände mit einer großflächigen Wiese. Zum Meer musst du Treppen hinabsteigen und ein Geländer trennt den Plage Tiahura von der erhöhten Grünfläche. Das bedeutet, dass du hier nicht direkt am Strand liegen kannst. Das Meer ist klar, strahlend türkis und eignet sich perfekt zum Schwimmen und Schnorcheln.



1.5. Plage Tipaniers
Ein weiterer schöner Strand ist Plage Tipaniers, dort befindet sich das gleichnamige Hotel. Leider verlangt das Hotel ab und zu Gebühren, wenn man kein Hotelgast ist. Deswegen entschlossen wir uns, den Tag an einem anderen Strand zu verbringen. Wenn du im Restaurant essen gehst, musst du nichts für den Plage Tipaniers bezahlen. Wir konnten den Strand später bei einer Kajaktour sehen, und da er nicht so groß ist, glaube ich, dass wir nichts verpasst haben.
2. Die schönsten Aussichtspunkte auf Moorea
2.1. Belvedere Lookout
In engen Kurven schraubt sich die steile Straße hinauf bis zum Belvedere Lookout. Der Aussichtspunkt zählt zu den Must-See-Spots auf Morea und befindet sich in der Mitte der Insel auf 240 Metern Höhe. Er bietet dir einen atemberaubenden Blick auf den Mont Rotui mit den beiden Buchten Opunohu Bay (rechts) und Cook’s Bay (links) sowie über acht weitere Bergketten, die Lagune und die Ananas-Plantagen im Zentrum des Kraters.


Extra Tipp: Parke am besten kurz unterhalb des Belvedere Lookout, da oben meist Busse mit Touristen anreisen und kaum Platz verfügbar ist.
2.2. Toatea Lookout
Direkt oberhalb an der Straße des Sofitel Kia Ora Moorea Beach Resort erwartet dich ein fantastischer Aussichtspunkt über den Temea Beach und das Meer bis zum Riff. Und es ist eine einmalige Möglichkeit, wenn du so, wie ich nicht in einem Overwater-Bungalow deinen Urlaub verbringst, die Anlage des Luxushotels aus der Vogelperspektive zu fotografieren.



3. Die schönsten Wanderungen auf Moorea
3.1. Pass of the 3 Pines Trail (Col de 3 Pinus) alternativ 3 Coco-Trail zum Col des Trois Cocotiers
Wenn du nur eine einzige Wanderung auf Moorea machen möchtest, dann würde ich dir den Pass of the 3 Pines empfehlen. Mit ca. 3,5 km ist sie kurz, schattig und als Highlight kannst du am höchsten Punkt auf einer Schaukel den Bergen entgegen schwingen. Außerdem startet der Pass of the 3 Pines beim Belvedere Lookout, den du sicherlich ohnehin besuchen wirst. Nimm dir auf jeden Fall genügend Trinkwasser mit, denn auch wenn du nur 150 Höhenmeter überwindest – im dichten Dschungel macht die Tropenhitze trotzdem keinen Halt. Der Einstieg des Pfads beginnt links oben beim Belvedere Lookout. Leider fehlt hier eine Kennzeichnung. Der Rest der Wanderung ist gut beschildert.




Alternativer Wandertipp: Du magst es sportlicher? Dann wähle den Weg rechts vom Belvedere Lookout. Er bringt dich zum 7 km langen 3 Coco-Trail (Col des Trois Cocotiers)


3.2. Magic Mountain (La Montagne Magique)
Einen weiteren spektakulären Aussichtspunkt erlebst du bei der Wanderung zum Magic Mountain. Dabei handelt es sich um einen Rundweg, bei dem du selbst entscheiden kannst, ob du den sehr steilen oder steilen;) Weg für den Hin- oder Rückweg nutzt. Du wirst auf jeden Fall bereits nach wenigen Wandermetern mit sensationellen Aussichten belohnt. Insgesamt wanderst du ca. 3,3 km und du musst eine Gebühr von umgerechnet ungefähr 2 € bezahlen. Der Einstieg liegt in Papetoai, gegenüber von Tipaniers Iti am Fare Tutava. An dem lokalen Souvenirstand mit kleinem Café bezahlst du den Eintritt. Im Anschluss kannst du an einer „Marmeladenprobe“ teilnehmen und dich mit den außergewöhnlichen Sorten auch für zu Hause eindecken.






3.3. Route des Ananas
Angeblich wachsen auf Moorea die süßesten Ananas der Welt. Falls du sehen möchtest, wo die Tropenfrucht wächst, solltest du dir die Wanderung „Route des Ananas“ merken. Hier spazierst du wirklich zwischen den Ananas-Plantagen der Insel Moorea. Insgesamt bist du 7 km unterwegs und neben der Tropenfrucht, ist der Ausflug von dichtem Dschungel und der Bergkulisse des Mont Rotui geprägt. Wir waren bei sengender Hitze unterwegs. Nach Regen solltest du an feste Schuhe denken, da der Pfad unbefestigt ist.






Es gibt zwei ausgeschilderte Parkmöglichkeiten bei der Route des Ananas. Wenn du dich für den zweiten (näher beim Wandereinstieg) entscheidest, lass nichts im Auto liegen. Es gab wohl einige Einbrüche bei Mietwägen.
Extra Tipp: Es werden auch Offroad-Jeeptouren zur Route des Ananas angeboten, falls du nicht wandern möchtest.
3.4. Weitere, jedoch sehr anspruchsvolle Wanderungen auf Moorea
- Mou´aputa: schwierig, Dauer 5 Stunden, Start bei Tupauru´uru
- Mountain Puta: nur mit lokalem Guide, nicht für Anfänger geeignet, Dauer 6-7 Stunden
- Mount Rotui: nur mit lokalem Guide, nur für erfahrene Wanderer geeignet, zweithöchster Berg auf Moorea, Dauer 7 Stunden
4. Aktivitäten auf und im Wasser
4.1. Kajak-Tour mit Schnorcheln im Coral Garden Tiahura und zu Motu Tiahura und Motu Fareone
Eine der budgetfreundlichsten Aktivitäten ist eine Kajak-Tour. Du kannst sie entweder über einen Touranbieter buchen und dich führen lassen, oder auf eigene Faust mit dem Kajak lospaddeln. Wenn du alleine Kajak fährst, erkundige dich im Vorfeld über die Strömungen. Diese sind nämlich auch in den Lagunen nicht zu unterschätzen. Auf Moorea beginnst du deine Kajak-Tour in der Regel am Plage Tiahura oder vom Plage Tipaniers (hier kannst du dir auch Kajaks leihen).

Wir waren mit einem durchsichtigen Crystal Kajak unterwegs und konnten so bereits vom Kajak Schildkröten und Stachelrochen beobachten. Deine GoPro musst du dann nur einfach unter Wasser halten. Zum Schnorcheln lohnt sich der Coral Garden Tiahura, hier entdeckst bunte Rifffische und sogar ab und zu auch noch farbenprächtige Korallen. Auf den Motus Tiahura und Fareone kannst du außerdem eine Pause einlegen. Wenn du keine geführte Tour gebucht hast, bleib von den Hütten auf den Motus besser fern, da sie meist in Privatbesitz sind.
4.2. Weitere Aktivitäten
- Lagunen Tour: Klassiker mit Ausflugsboot, beinhaltet meist Schnorcheln mit Rochen, Schildkröten, Haien und im Korallengarten sowie Mittagessen auf einem Motu
- Tauchen: Moorea ist ein Eldorado zum Tauchen, von Juli bis Oktober kannst du auch Buckelwale sehen
- Jetski-Tour: Tour zu den schönsten Stränden mit Schnorchelstopps
5. Écomusée Te Fare Natur
Im Ökomuseum Écomusée Te Fare Natur lernst du die Vielfalt der Flora, Fauna und Kultur von Polynesien kennen. Allein das Gebäude mit den Solarpanels beeindruckt bereits. In verschiedenen Ausstellungen werden Sammlungen, Aquarien und Filme präsentiert. Absolut toll fand ich die Virtual-Reality-Erlebnisse, sodass ich dir das Écomusée Te Fare Natur wirklich ans Herz legen möchte – es ist alles andere als ein staubtrockenes Museum. Der Eintritt kostet 17,60 € und ist bestens investiert. Zudem führt das Écomusée Te Fare Natur auf Moorea auch einen Souvenirshop mit wunderschönen Bildern oder auch Karten von Französisch-Polynesien.


6. Übernachtungstipp auf Moorea
Unsere Bleibe auf Moorea war ein stylisches Airbnb mit Direktlage an einer idyllischen Lagune. Das Beste daran ist, dass keine anderen Touristenboote dort anlegen. Neben einer voll ausgestatteten Küche mit offenem Wohnraum, Schlafzimmer und Bad, konnten wir uns über eine große Terrasse mit Blick auf das Meer freuen. Zudem ist das Apartment in einem wunderschönen tropischen Garten eingebettet und wir durften das Kajak zum Befahren der Lagune kostenfrei nutzen. Wir bezahlten dafür pro Person/Nacht ca. 70€, die traumhafte Naturkulisse gab es gratis dazu.






Hier kannst du das Airbnb buchen:


Weitere Tipps für dein Inselhopping in Französisch-Polynesien findest du in meinen Blogartikeln:
Bora Bora
Tahiti
Taha’a
Raiatea
7. Reisetipps zur Anreise auf Moorea, beste Reisezeit und Mietwagen
Die paradiesische Insel Moorea erreichst du am einfachsten über Tahiti. Internationale Flüge landen in der Regel auf Tahiti, von wo aus du mit der Fähre oder einem kurzen Inlandsflug weiter nach Moorea reist. Ich würde dir die Fähre empfehlen, sie kostet nur ca. 10 € bis 20 € und bringt dich innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Moorea. Eine vorherige Reservierung ist in der Regel nicht notwendig, da sie mehrmals pro Tag verkehrt.

Beste Reisezeit für Moorea
Die beste Reisezeit für Moorea ist von Mai bis Oktober. In diesen Monaten erwartet dich überwiegend trockenes, sonniges Wetter mit angenehmen Temperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit. Ideale Voraussetzungen also zum Baden, Schnorcheln, Wandern und für Ausflüge rund um die Insel.

Warum du auf Moorea einen Mietwagen brauchst
Wenn du Moorea wirklich flexibel entdecken möchtest, solltest du unbedingt einen Mietwagen buchen. Viele der schönsten Strände, Aussichtspunkte, Wanderungen und Unterkünfte liegen über die Insel verteilt. Da öffentliche Verkehrsmittel nur sehr eingeschränkt verfügbar sind, bist du mit einem eigenen Fahrzeug deutlich unabhängiger. Natürlich kannst du auch einen Roller mieten. Ich fand ihn allerdings sehr unpraktisch, wegen des Inselhoppings. Check-in ist in Hotels und Unterkünften immer erst nachmittags, ab ca. 14 Uhr oder 15 Uhr, Check-out jedoch bereits um 10 Uhr oder 11 Uhr. Das Gepäck schleppst du somit nicht selten ein paar Stunden herum und das ist bei einem Auto auf jeden Fall einfacher. Außerdem musst du auch in der Trockenzeit immer wieder mit Regentagen und heftigen Schauern rechnen.

Für deinen Mietwagen auf Moorea lohnt sich die Buchung bei einem lokalen Anbieter. Bei den großen Vergleichsportalen und Anbietern sind die Autos teurer, wenn du überhaupt eines bekommst. Gerade in der Hauptsaison solltest du deinen Mietwagen frühzeitig reservieren, damit du die beste Auswahl und gute Konditionen erhältst.
GOOD TO KNOW: Falls du nur Tahiti und Moorea besuchst, kannst du deinen Mietwagen auch mit der Fähre nach Moorea mitbringen. In diesem Fall solltest du die Fähre vorab reservieren.






