Eine Reise zu den Lofoten steht ganz oben auf deiner Bucket List? Ich kann es so gut nachvollziehen. Herrliche Berglandschaften, kleine Fischerdörfer, weiße Sandstrände, Mitternachtssonne und Polarlichter, machen die Inselgruppe im Norden Norwegens zu einem der beeindruckendsten Reiseziele Europas. Damit deine Reise unvergesslich wird, lohnt sich eine gute Planung im Voraus.

Bevor du deine Route festlegst, solltest du dir über ein paar Punkte Gedanken machen. Wann ist die beste Reisezeit für die Lofoten? Wie ist das Klima? Wie viele Tage solltest du einplanen, um die Inseln entspannt zu entdecken? Und wie sieht es mit Unterkünften oder einem Mietwagen aus?

Die Infrastruktur ist zwar gut, doch Unterkünfte sind in der Hauptsaison schnell ausgebucht und in der Nebensaison sind einige geschlossen. Ohne eigenes Auto lässt sich die Inselwelt nur sehr eingeschränkt erkunden. Gleichzeitig unterscheiden sich Frühling, Sommer, Herbst und Winter deutlich bei den Aktivitäten und den Naturerlebnissen.


In meinem Mini-Guide bekommst du einen Überblick über die wichtigsten Punkte für deine Reiseplanung.
Was du alles auf den Lofoten sehen musst, sowie eine ideale Reiseroute findest du in meinem Blogartikel:
Lofoten Roadtrip 7 Tage: Reiseroute zu Norwegens schönsten Inseln
Beste Reisezeit & Klima Lofoten
Zu welcher Jahreszeit du auf die Lofoten reisen möchtest, hängt von deinen persönlichen Vorlieben, Interessen und deinem Budget ab. Wenn du kälteempfindlich bist, solltest du übrigens auch im Juli an Fleece und Merinowoll-Pullover im Gepäck denken. Das Klima auf den Lofoten ist rau, und durch die Lage am Atlantik regnet es im Sommer zur absoluten Hochsaison fast genauso viel wie das restliche Jahr. Die Temperaturen liegen tagsüber bei ca. 15 Grad. Von Ende Mai bis Mitte Juli herrscht Mitternachtssonne, sodass du auch spätabends noch wandern kannst. Durch die hohe Nachfrage und europaweiten Sommerferien steigen jedoch die Preise für Flüge, Mietwägen und Unterkünfte im Sommer auf den Lofoten.

Welche Jahreszeit ist die beste für die Lofoten?
Im Winter versprühen die Lofoten ihren ganz eigenen Charme. Schnee gibt es deutlich weniger, als du vielleicht vermuten würdest, aber es ist gefühlt bitterkalt durch den Wind bei Temperaturen um die -2 Grad. Durch die kurzen Tage und Polarnächte zeigt sich der Himmel dafür häufig in einem magischen pastellblauen oder rosafarbenem Licht. Wanderungen sind zu dieser Zeit nur eingeschränkt möglich, da die Wege stark vereist sind und du auch immer mit Sturm und plötzlich dichtem Nebel rechnen musst. Im Frühling liegt in den Monaten März und April oft noch Schnee und die Höchsttemperaturen klettern in der Regel nicht höher als 5 Grad. Erst ab Ende April erwacht langsam die Natur und im Mai werden die Lufttemperaturen auch deutlich milder.

Lofoten in der Nebensaison im Herbst
Wenn du nicht auf Ferienzeiten angewiesen bist, würde ich dir den Herbst empfehlen. Wir besuchten die Lofoten Ende September/Anfang Oktober. Die Landschaft zeigt sich dann in den prächtigsten Farben und du hast bereits sehr gute Chancen auf Polarlichter. Die Tage sind außerdem ähnlich lang, wie bei uns in Deutschland, sodass du auch viel unternehmen kannst. Temperaturmäßig erwarten dich ca. 10 Grad tagsüber. Wir hatten allerdings auch zwei Tage mit Schnee dabei.

Reisedauer: Lofoten Reiseplanung
In einer Woche erlebst du bereits sehr viel auf den Lofoten. Die Zeit reicht locker für mehrere Wanderungen, um die schönsten Fischerdörfer zu besuchen, Spaziergänge an Stränden zu unternehmen, Polarlichter zu spotten und auch um nebenbei noch in einem Rorbuer Haus oder einer Sauna zu entspannen. Wegen des unberechenbaren Wetters – egal zu welcher Jahreszeit du anreist – würde ich ggf. noch ein bis drei Tage Puffer einplanen.


Anreise Flughäfen auf den Lofoten
Es gibt verschiedene Flughäfen, die sich für deinen Roadtrip auf den Lofoten anbieten. Meist werden die Flughäfen Leknes, Bodø oder Svolvær empfohlen. Wir haben uns für den Flughafen Harstad/Narvik in Evenes auf dem Festland entschieden. Bis zu den ersten sehenswerten Stopps der Lofoten fährst du anschließend zwar ca. eine Stunde und bist nicht direkt mittendrin, dafür ist der Flughafen größer, und das hat in diesem Fall nur Vorteile! Die Flüge sind günstiger, es gibt mehr Verbindungen mit renommierten Airlines und die Buchung des Mietwagens ist ebenfalls ab Harstad/Narvik deutlich günstiger.

Warum du einen Flug nach Harstad/Narvik buchen solltest
Sollte es eine Flugverspätung geben, so bist du in Harstad/Narvik mit Anschlussflügen und Coffee-Shops deutlich besser dran. Die kleineren Flughäfen auf den Lofoten schließen nachts und dann geht wirklich nichts. Ab Deutschland gibt es bisher nur eine einzige Non-Stop-Verbindung mit Discovery Airlines ab Frankfurt (Stand März 2026). Ansonsten musst du immer umsteigen. Wir sind mit Lufthansa nach Oslo geflogen und von dort mit Discovery Airlines nach Harstad/Narvik. Unser Gepäck ist wegen einer Verspätung leider nicht am Zielpunkt mit uns angekommen, es wurde uns aber mit einem Transporter bis zur Haustür der Unterkunft nachgeliefert. Das Melden von verloren gegangenem Gepäck funktioniert online wirklich reibungslos und ist super einfach. Du kannst auch die Unterkünfte aktualisieren, wenn du mehrere gebucht hast.

Unterkünfte und Hotels: Lofoten Reiseplanung
Landestypisch übernachtest du in den roten oder gelben Rorbuer Häusern. Die ehemaligen Fischerhütten mit Lage am Meer sind in der Regel gemütlich bis modern eingerichtet und sehr gut ausgestattet. Des Weiteren gibt es zahlreiche Ferienapartments und Tiny Häuser zu mieten.
Hotels gibt es nur sehr wenige auf den Lofoten, was ich persönlich in diesem Fall sehr gut finde. Große Bunker würden einfach überhaupt nicht in die idyllische Landschaft passen. Außerdem gibt es nur begrenzt Restaurants, die auch in der Nebensaison geöffnet sind. Selbstverpflegung ist hingegen mit den Supermärkten (manche sind auch sonntags geöffnet) die praktischere Wahl. Wir wechselten wegen des Roadtrips alle zwei bis drei Tage unsere Bleibe.

Meine Tipps zu den Unterkünften findest du in meinem Blogartikel:
Lofoten Unterkünfte: Übernachtungstipps in Rorbuer & Tiny Haus
Mietwagen auf den Lofoten
Das öffentliche Verkehrsnetz ist extrem limitiert, daher brauchst du auf den Lofoten auf jeden Fall einen Mietwagen, um die Orte flexibel erreichen zu können. Für die oft schmalen und kurvigen Straßen reicht ein kompakter Kleinwagen oder SUV.

E-Autos mieten: Lofoten Reiseplanung
Norwegen ist in puncto E-Autos absoluter Vorreiter, daher sind auch fast alle Mietwägen E-Autos. Die Ladeinfrastruktur ist wirklich hervorragend, auch wenn die Lofoten sehr weitläufig sind. Meist bieten sogar Unterkünfte in abgeschiedener Lage eigene Ladestationen. Über eine App kannst du auch unterwegs checken, wo sich die nächste Auflademöglichkeit befindet.
Den Mietwagen würde ich vor der Reise buchen und so früh wie möglich, größtenteils sind die Preise dann noch etwas günstiger und du hast mehr Auswahl an Autos und Vermietern.
Halte dich auf den Lofoten unbedingt an die Verkehrsregeln. Die Polizei ist oft in Zivil unterwegs. Für mehr als 20 km/h zu schnell auf der Landstraße musst du mit Strafen ab 850 € rechnen.






